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Die Sage von Lazarus Gitschner, dem Stadtschreiber von Bad Reichenhall, beinhaltet meines Erachtens ganz wesentliche Inhalte zu der Spiegelwelt des Untersbergs. Viele Inhalte scheinen verschlüsselt bzw. verchristlicht worden zu sein. In einer anderen Version jener Sage (Petzoldt, Leander: Historische Sagen : 2. Bd.: Ritter, Räuber u. geistliche Herren) berichtet Lazarus in der Ich-Form und in altdeutscher Sprache über sein Erlebnis. Da geht es auch um die von ihm aufgeschriebene Felsinschrift am Untersberg und da bestehen verschiedene Varianten in unterschiedlichen Sagen. Die bekanntesten sind:
S. V. R. G. E. T. S. A. T. U. M. und S. 0. R. G. E. I, S. A. T. 0. M.
mit der Übersetzung: aufgehen wird, was gesäet worden.
Doch die möglicherweise tatsächliche Felsinschrift aus oben genannter Quelle lautet:
S. d. d. occo. x. Satrnrop, 5. a. f. 5. l. d. P. 6. m. 6. a. t. 5. q. o. t. m. 5. r. u. a t. m. 519. r. l. v. e. p. 55. a. tt. tt. l. x. missm ariu. a. o. u st g c x 5. l. 19. alto mvraco mic r l y. pymi. l o p m i. v m l t. t g
Wie man aus jenem seltsamen Code die oben geläufigen lateinischen Worte und damit die Übersetzung entziffert, ist mir schleierhaft. Ob das ein Fall für Dechiffrierungsfachleute ist? Oder lest ihr irgendwas brauchbares heraus?
Beim Lesen des Textes fiel mir auf, dass hier auch konkrete Ereignistage genannt wurden - also nicht nur das Jahr 1523, sondern der Unser-Frauen-Tag - und damit wohl Maria Himmelfahrt. Dies scheint wohl die Grundlage für die Entstehung einer anderen Sage bzw. Abspaltung von der Ursprungssage: Das Öffnen eines Zeitportals alle paar Jahre am Maria Himmelfahrtstag in der Mittagsscharte. In der potentiellen Ursprungssage wird immer wieder jene große Klamm unterhalb des Salzburger Hochthrons erwähnt - dies kann tatsächlich nur die Mittagsscharte sein. Der Zeitverlust von Lazarzus ergibt sich wiederum aus den anderen Sagenvarianten.
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